2012 Dr. Franz-Bogner-Mittelschule Selb

„Convenant Players“ an der Dr. Franz-Bogner-Mittelschule Selb
Geschrieben von: Günter Tauber
Mittwoch, den 14. November 2012 um 19:32 Uhr
Am 13.11. waren die Covenant Players wieder einmal an der Dr. Franz-Bogner-Mittelschule Selb und spielten für alle siebten bis neunten Klassen englisches Theater.

Das dreiköpfige Ensemble Dale, Jodie und Penny zeigte den Klassen in fünf Vorführungen für jeweils eine Schulstunde mittels ihrer kurzen Schauspiele nicht nur, dass die Schüler bereits recht viel Englisch verstehen, sondern regte damit auch zum Nachdenken über Freundschaft und andere lebensnahe Themen an.

Zudem wurden die Schüler eingangs darauf hingewiesen, ihre Fantasie zu benutzen („Use your imagination!“), da außer eines Tisches und einzelner Stühle keine weiteren Requisiten in der Pausenhalle zur Verfügung standen. Das Spielende der kurzen Theaterszenen markierte nicht wie im richtigen Theater ein zugezogener Vorhang, sondern der Zuruf „Curtain!“.

Das Programm war bunt gemischt und bot in den für alle Altersgruppen gespielten drei kurzen Stücken Anspruchvolles, Unterhaltsames und Theater zum Mitspielen. Die drei Schauspieler spielten sehr engagiert und forderten nicht nur ständig klare Feedbacks in englischer Sprache von den Schülern, sondern animierten diese zum Mitmachen.

Ein besonderes Highlight war das 2. Stück:

Auf das Signal „camera, light, action“ ging es los, und acht spielwillige Schüler setzten sehr zum Gaudi der zuschauenden Mitschüler klassische Western-Situationen in Szene.

Auf einen Streit beim Pokern in Alberts Saloon folgte eine nervenkitzelnde Duell-Szene zwischen dem strahlenden Western-Helden (good guy) und seinem zähnefletschenden Kontrahenten (bad guy). Die Rücken an Rücken stehenden Duellanten machten drei Schritte, drehten sich um, das Publikum reagierte wie aus der Pistole geschossen: peng, peng, peng und ...  der Held pustete den Staub von seinen Pistolen und ließ sie lässig im Colt verschwinden. Die letzte Minute des Bösewichts hatte geschlagen und er verendete mit bühnenreifer Dramatik. So konnte die „final scene“ beginnen, in der die „pretty woman“ des Dorfes endlich Gelegenheit fand, ihrem betont „cool“ bleibenden Helden ihre Liebe zu gestehen, bis die Liebenden - natürlich in Zeitlupe - aufeinander zuliefen. Sehr zum Bedauern der Zuschauenden, aber zur sichtlichen Erleichterung des Cowboy-Helden, fiel die Szenenklappe jedoch kurz vor ihrer Umarmung. Schließlich handelte es sich um „einen jugendfreien Schauspiel“, den die Mitschüler unter Anleitung von drei Schauspielerinnen der Covenant Players hier komplett auf Englisch inszeniert hatte.

Für alle Mittelschüler stand am Ende jedenfalls fest: Solche Englischstunden sollte es häufiger geben.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. November 2012 um 19:32 Uhr